Schrei der Jugend

Vor einer Woche wartete ich auf den Bus und da hing plötzlich ein interessanter Zettel. Er hat mich so beschäftigt, das ich ihn mitgenommen und eingescannt hab. Hier isser…

DIE RATLOSIGKEIT
(Krankheit einer Seele)

Unter meinen Freunden hat sie sich verbreitet – die Ratlosigkeit.
Wir fühlen uns wie Vampire
bei Tageslicht – kurz vorm Verglühen, zitternd und unbeholfen.
Gleichermaßen fürchten wir uns vor der Nacht – dem Untertauchen, dem Ich-Sein, der Konfrontation mit dem Spiegelbild.
Wir sind hier Aussätzige! Man will uns nicht wirklich!

Und das verwirrt uns so – uns, die Idealisten.
Wir sollen hier zu Erwachsenen heranwachsen, ein Korsett tragen und nach Regeln spielen, die sich ein anderer ausdachte.
Man lullt uns ein mit Reklame und falschen Idealen, die uns betäuben und wir im Rausch des „süßen Konsums“ leben.
Aber in der hintersten Ecke des Bewusstseins lauert stets der Gedanke, dass wir eigentlich auf die Straßen gehen und die Welt verändern wollen.
Wir haben den Gedanken an eine gute Welt nicht aufgegeben! Wir wissen noch immer, was Gerechtigkeit bedeutet, und die Hoffnung schlummert in uns!

Derweilen sind wir ratlos. Denn die Hilflosigkeit hat sich unter uns verbreitet. Wir fühlen uns gelähmt im Trubel immer neuer Reformen, die keine sichtbare Lösung mit sich bringen.
Wir sehnen uns nach Sicherheit.

Einer Sicherheit, der wir vertrauen können.
Einer Sicherheit, die uns selbst entspringt, die uns die Gewissheit schenkt, dass wir etwas bewegen können.

Wir sehnen uns nach

  • ­ der Gewissheit darüber mit unseren Idealen nicht allein da zu stehen
  • ­ dass jeder sich in Selbst- und Nächstenliebe übt und Verantwortung für die Gemeinschaft übernimmt
  • ­ dass sich jeder zum Weltfrieden bekennt und Mut und Interesse dafür entwickelt, öffentlich dafür gerade zu stehen.
  • ­ Wir sehnen uns danach, uns hier auf dieser Erde, in diesem Land zu Hause zu fühlen und nicht in der Bedrängnis von Karrierezwang und Chancenlosigkeit zu leben

Wir sind die neue Generation.
Und wir fürchten uns davor, diesem Weltenerbe nicht gewachsen zu sein.
Wo wir hinschauen herrschen Leistungsdruck und Wirtschaftswahn.
Wir bekommen das Gefühl vermittelt, wie Maschinen funktionieren zu müssen – aber wir sind Menschen, Freigeister, junge Menschen mit Idealen und großem positiven Potential

Wir brauchen Eure Hilfe! Jede Stimme zählt!
Jedes Wort, sei es nur ein Gedanke, für eine Welt der Menschlichkeit ist goldwert!

  • ­ Wir brauchen diese Stimmen, diese Gedanken. Denn der „Wahn“ dieser westlichen Gesellschaft ist weit fortgeschritten.
  • ­ Was wir brauchen ist eine Bewusstseinsstärkung, eine Rückbesinnung darauf, was den Menschen ausmacht und was ihn wirklich glücklich und gesund leben lässt.
  • ­ Wir brauchen Perspektive und Visionen auf der Ebene der Menschlichkeit.
  • ­ Wir brauchen Verbündete, die für das Recht und das Seelengut des Menschen geradestehen.

Es ist nie zu spät… Zusammen sind wir stark!
Wir, die neue Generation, wir wollen nicht mehr ratlos sein darüber, wo wir hingehören, was unser Beruf und was unsere Berufung sein soll!
Wir wollen leben.
Diese Ratlosigkeit hat sich breit gemacht, wie eine Krankheit – die Krankheit einer Seele. Sie macht uns taub und stumm und depressiv! Denn wir fühlen uns alleingelassen und ohne Hoffnung. Das Leben ist immer anonymer geworden. Unser Wunsch ist es, sich auf das Gemeinsame, auf das Gefühl von Familie, von Freundschaft und auf unsere Kultur zurückzubesinnen! All diese Werte scheinen von der neuen Kultur des Konsums
abgelöst zu werden – aber kann uns diese neue Kultur wirklich ein Gefühl von Identität schenken???

Wir sehnen uns nach Wurzeln, nach Hoffnung, nach Menschlichkeit!
Nach Rückbesinnung und einer Gegenbewegung im Zuge der Bewusstseinslosigkeit!
Wir sehnen uns nach würdevollen Vorbildsträgern, die fern vom Egoismus für die Allgemeinheit und für eine gesunde Erde Zeichen setzen!!!!!

BEWEGUNG.

3 Kommentare

  1. stimmt.

  2. stand da auch irgendwie, von wem der Zettel kommt ?

  3. Nein – nur >Bewegung<


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