10 Auslegungsgrundsätze zur Bibel findest du unter : http://www.weltmanager.de/10Auslegungsregeln.html
5 Kommentare
Kommentarfeed TrackBack-Indentifikations-URI
Kommentieren

10 Auslegungsgrundsätze zur Bibel findest du unter : http://www.weltmanager.de/10Auslegungsregeln.html
17 Mai 2009
Kategorien: Gedanken zu Theologie & Bibel, Hilfreiche Medien . . Autor: Fab$e
5 Kommentare
Kommentarfeed TrackBack-Indentifikations-URI
Kommentieren
einen großteil der grundsätze würde ich unterschreiben, aber an einige der ausführungen mache ich doch ein fragezeichen. die logik, die der verfasser vorschlägt, ist doch sehr westlich/griechisch geprägt, was bei der beurteilung der bibel nicht immer hilfreich ist. da es keine widersprüche geben darf, werden stellen, die seinen vorstellungen entgegenstehen, sehr schnell und einfach uminterpretiert. das ist mir zu einfach. da betrachte ich die dinge lieber dialektisch (was ja auch in gottes natur oft vorkommt: licht ist welle und teilchen; das erkläre mir mal jemand ohne widerspruch…)
von daher sind das grundsätzlich gute anregungen, die aber (wie alles) einer gründlichen prüfung bedürfen…
stimme mit sebyh überein
allein schon an Begriffen die nicht in der Bibel stehen Irrlehre festzumachen ist quatsch.
es könne und sind oft namen für biblische Zusammenhänge
und selbst in konkordanten Übersetzungen (die man als wissender Übersetzer selber anzweifeln muß – es gibt Wörter die man eben nicht immer gleich übertragen kann egal in welchem Zusammenhang) müssen auf Begriffe zurückgreifen die man als unbiblisch im Sinne der Grundtexte bezeichnen müßte. usw
ich sehe in eingen der genannten Grundsätzen eher die Gefahr der Irrlehrenbildung.
Wer alles in der bibel gesagte buchstäblich nimmt, muß zu Irrlehren kommen. Selbstverstümmelungen, Emtmannungen (wie bei Origines) etc wären die Folgen.
Und wenn man dann anwendet, das es keine Widersprüche geben darf, dann harmonisiert man außerbiblisch…
in 200 Jahren religionsgeschichtlicher Entwicklung in Israel und den unzähligen unterschiedlichen Situationen MUSS es Widersprüche geben, wenn man alles gleichwertig nebeneinander stellt und durcheinander mischt.
Deswegen fehlt mit in den Grundsätzen neben der Gesamtschau der Bibel die beachtung des Kontextes, sowohl denen des Textes als auch denen der Geschichte und Kultur… ok das wäre hier als unbiblisch zu werden, entspricht aber eben dem Gott der sich den Menschen zuwendet.
Trotzdem interessante Site, auch wenn mir die Anonymität gar nicht gefällt
Hey. Ja für mich war das jetzt auch nicht ein nonplusultra. Aber eine nette Diskussionsgrundlage
Des einen Lehre ist des anderen Irrlehre. Under genauso natürlich anders herum.
Bibelauslegung an Prinzipien fest zu machen hilft nicht vor „Irrlehren“ zu schützen. Denn auch mit diesen Prinzipien wird man die Bibel nach eigenem theologischen Gusto interpretieren.
Das Problem sehe ich eher woanders:
Das Drama fing mit dem reformatorischen „sola scriptura“ Prinzip Martin Luthers an, und die darauf folgende Überspitzung dessen in evangelikal-freikirchlichen Kreisen bis hin zum Laienpredigertum. Alle meinen Bibel auslegen zu können, einen wirklichen Prüfstein haben wir aber nicht mehr, bis auf den, den wir uns selber geben und für richtig halten. Dies hat dazu geführt, daß es über 600 verschieden evangelische Denominationen gibt. Das zeugt nicht wirklich von Vielfalt sondern eher von Willkür und die Grenze von Lehre und Irrlehre ist unscharf und kommt auf den Blickpunkt drauf an, den man selbst einnimmt. Woran können wir die theologischen Ergüsse denn prüfen? An der Bibel selbst? Fraglich. Da fällt mir eine Anekdote ein von meinen Theologie Professor für NT Theologie damals. Er sagte, er könne jedes Thema und jeden Standpunkt mit der Bibel rechtfertigen, und mahnte uns, daß die Auslegung der Bibel eine äußerst verantwortungsvolle und auch anstrengend schwierige Aufgabe ist, welche man nicht in 2 Semestern lernt.
Wir sind gar nicht mehr in der Lage eine unverfälschte Lehre aus der Bibel herauszufiltern, weil wir auch alle einer christlichen Konditionierung unterliegen, und dadurch von vornherein einen Standpunkt einnehmen, welcher einem den objektiven Blick verwehrt.
Dagegen werden einige den Heiligen Geist mit seiner Wirkautonomie ins Feld führen, aber es ist ein Trugschluss anzunehmen, daß der Heilige Geist jedem, der die Bibel auslegt, die richtigen Eingebungen gibt. Wenn dem so wäre, dann gäbe es keine theologischen Konflikte, und auch keine 600 evangelische Denominationen.
Ich empfinde das „sola scriptura“ Prinzip als nicht ausreichend und sonderbare Lehren fördernd. Da helfen auch keine Auslegeprinzipien. In so fern habe ich großen Respekt vor dem „traditio“ Prinzip der RKK oder der Ostkirchen, welches einer Willkürlichkeit entgegenwirkt. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr sehe ich, daß die „traditio“ einen sehr tiefen Sinn hat, und nicht hohl ist, wie das meist aus evangelikalen Kreisen verlautet wird.
Das heist nicht, daß ich gegen Grundsätze zur Bibelauslegung bin, halte sie sogar für notwendig, aber es ist weitaus mehr von Nöten um exegetisch zu arbeiten und letztendlich zu predigen.
Wenn man sich den Text der 10 Regeln genau durchliest merkt man deutlich, daß der Autor diese Regeln anhand eigener theologischer Überzeugungen aufstellt, und insofern nicht einem objektiven Anspruch genügen können.