Endlich kann ich den Bericht online Stellen. Ich wartete noch auf die Vorträge und Bilder, damits nicht zu trist daher kommt

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Einleitung
Wir trafen uns vom 19-21.Juni 2009 im Kloster Volkenroda um uns als Netzwerk von neu entstandene oder schon ältere Gemeinschaften auszutauschen. Es ist immer wieder eine so bereichernde Zeit, diese Leute zu treffen. Für mich tritt der Zustand der Entspannung und des Urlaubs sofort ein, wenn ich diese tollen, echten und ehrlichen Menschen treffe.
Der grobe Ablauf und Methoden (ohne das übliche wie Essen) – in chronologischer Reihenfolge:
Worldcafé (zum kennen lernen und austauschen), Abendliturgie, Morgenliturgie, Impulsvorträge mit anschließender Diskussion, Befragung erfahrener Gemeinschaftler, Fishbowl (Diskussion von und mit dem Publikum), Führuhng durchs Kloster Volkenroda, Abendliturgie und Feierei, Morgenliturgie mit Gottesdienst und ein Ausblick zur Entwicklung unseres Netzwerkes.
Fragen, die dich/euch vielleicht bereichern:
- Was für Verbindlichkeiten habt ihr in eurer Gemeinschaft?
- Welche Verbindlichkeiten kennst du aus deinem Leben?
- Was für Umschreibungen fallen dir zu „Verbundenheit“ und „Verbindlichkeit“ ein?
- Wenn ich in Gemeinschaft lebe, was darf sie mich kosten? Was bin ich bereit dafür auszugeben (an Geld, Zeit, Selbstbestimmung, Freiheit etc.)?
- Wem gegenüber bin ich verbindlich? Anderen oder mir selbst?
Impulsvorträge Mitschrift:
Stephanie Wolf kommt aus einer Lebensgemeinschaft aus Kassel mit ca. 15 Personen. Außerdem ist sie in einer Lebensgemeinschaft groß geworden, die z.B. Gütergemeinschaft lebten.
- Verbindlichkeit klingt oft nach Anstrengung, nach starren Regeln – Was seien kann, aber nicht einzig seien muss.
- Zitat aus einem Buch: „Keine Verbundenheit ohne Verbindlichkeit“. Das klang für sie erst wie ein Spruch beziehungskranker Personen. Als wenn man immer äußere Strukturen und gemeinsame Regelmäßigkeiten bräuchte. In Gemeinschaft wissen wir, dass wir wohl alle angesprochen sind. Verbindlichkeit schafft Verbundenheit. Immer wieder sich zuzukehren, den anderen nicht fallen zu lassen egal wie unangenehm er ist (Stwichwort Auseinandersetzung) also Verbindlichkeiten – schafft eine tiefe zugewandteVerbundenheit.
- Verbindlichkeiten können über Zeit auch Verbundenheit schaffen. Wenn man in einer Gemeinschaft lebt, mit manchen die einem erst unsympathisch sind, mit denen man aber Verbindlichkeiten lebt, kann sich Verbundenheit entwickeln.
- Es ist leichter wenn Verbundenheit vorhanden ist und man danach auch Verbindlichkeit einrichtet. Mit jemand der mir sympathisch ist, wünsche ich mir irgendwann Verbindlichkeiten z.b. eine offizielle Freundschaft oder Beziehung.
- Wir bleiben an den Verbindlichkeiten dran, auch wenn wir manchmal keine Lust darauf haben, weil wir uns auf einander verpflichtet haben.
- Eine Werte Verpflichtung wie: „Wir wollen den anderen höher achten als uns selbst“ bringt immer wieder zueinander. Nicht nur äußer-/, sondern auch innerlich.
- Bild: Fahrradreifen. In der Mitte ist die Achse (Jesus), es gibt Speichen (wir) und einen Reifen drum herum (die Gemeinschaft). Es kann auch mal eine Speiche herausfallen. Aber insgesamt muss der Reifen zusammenhalten, sonst kann er nicht rollen.
Markus Lägel wohnt mit seiner Frau und seinen 2 Kindern im sächsischen Ramsdorf. Beide gründeten eine Gemeinschaft, die als erste Ausrichtung eine Jüngerschaftsschule beinhaltete und später als „normale“ Gemeinschaft weiter machte. Da manche aus Ramsdorf aufgrund mangelner Perspektivlosigkeit oder unangenehmen Lebensstandarts wegzogen, sind Andrea und Markus nun allein und wollen sich wieder neu orientieren.
- Die Verbindlichkeiten des Mönchstums (z.B. Franziskaner) beziehen sich auf die Verbundenheit mit Jesus (des Urchristentums, der Bibel usw.). Es geht für uns nicht darum Mönchsregeln zu kopieren, sondern die tiefe Verbundenheit der Mönche ebenfalls zu verstehen.
- Durch Christus sind keine Trennungen mehr: Heide – Jude, Arm – Reich usw.
- Wir sind vielleicht etwas entfernt von den drei mönchischen Inhalten wie Zölibat, Armut und Unterordnung. Aber wir beschäftigen uns alle mit den Dingen, die uns wie die monastischen Klöster betreffen: Treue (Zölibat), Einfachheit (Armut), Einordnen (Unterordnung).
- Durch Verbindlichkeit entsteht Vertrauen zueinander, denn man lebt nicht nur einfach mal so zusammen, sondern halt zueinanderhin erklärt. Z.B. Ich bin im Krankenhaus und weiß, meine Gemeinschaft betet, sie ist da für mich.
- Unser großes Ziel ist es, unsere individuelle Berufung zu leben, unsere Gaben einzusetzen usw. Aber müssen wir während unserer Lebenszeit die Erfolge sehen können? Vielleicht kommen die Früchte außerhalb unserer Lebenszeit, einfach weil Gott weiter denkt. Es geht nicht einzig darum, meine individuelle Gaben und Berufungen einzusetzen. Wir dienen mit unserer Berufung/ usneren Gaben der Gemeinschaft mit/in Christus und nicht uns selbst und/oder Christus. Geht es um MEINE oder UNSERE Berufung? Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren… (Mt 16,25). Wärst du bereit deine Berufung für die deines Nächsten hinzugeben? In dieser Frage zeigt sich unsere innere Haltung, unsere Ich-Zentrierung und unsere Opferbereitschaft für unseren Nächsten.
- Wir haben eine Berufung von und zu Christus der in Gemeinschaft mit Gott ist und uns ruft. Wir haben keine egozentrische Berufung bekommen. Er ruft uns in Gemeinschaft, in seinen Leib auf Erden. Wir sollten nicht an die Stelle des Leibes Christi unsern eigenes Leben stellen.
Stefanie Wolfs (Maybachstraße – Kassel) Impuls Vortrag kannst du hier herunterladen.
Den Vortrag von Markus Lägel (Convers – Ramdsdorf) bekommst du hier.
Das Schaubild von Markus findest du hier.
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Gute Gedanken, danke
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